Qualifikation Kinderschutzfachkraft - Insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8a SGBVIII
Qualifikation Kinderschutzfachkraft - Insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8a SGBVIII
Qualifikation Kinderschutzfachkraft - Insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8a SGBVIII

Qualifikation Kinderschutzfachkraft - Insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8a SGBVIII

€750,00

Die Qualifikation Kinderschutzfachkraft ist modular aufgebaut. Ein Einstieg ist somit jederzeit und auch ortsunabhängig möglich.

Alle Module werden als Präsenzmodule in Kiel und Hamburg angeboten sowie als Onlinemodule. Teilnehmer:innen haben somit maximale Flexibilität bei der Terminlegung und der Auswahl des Seminarformats. Online- und Präsenzformate sind kombinierbar.

SDie Mitarbeiter:innen in pädagogischen Einrichtungen sind aufgrund ihrer unmittelbaren Beziehung zum Kind in der Lage, die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen zu erkennen.
Sie nehmen durch den täglichen Kontakt die Bedürfnisse des Kindes, aber auch die Schutz- und Belastungsfaktoren zum gesunden Aufwachsen von Kindern wahr.
Gleichzeitig sind Sie aufgrund ihrer Beziehung zum Kind und zu den Eltern direkt oder indirekt in die Familiendynamik involviert. Dies erschwert eine objektive Beurteilung und macht die professionelle Einschätzung der Konsequenzen einer vorliegenden Gefährdung oft schwierig.

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz, und seit dem 01.01.2012 auch das Bundeskinderschutzgesetz, legen auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen einen besonderen Wert.

Das Seminar soll den Teilnehmer:innen in diesen belastenden Situationen zu einer Handlungssicherheit verhelfen und eine strukturiertes Vorgehen in einer möglichen Interventionskette innerhalb und außerhalb der Einrichtung aufzeigen.

Inhalte - Teil 1 (Grundkurs)

  • Übersicht über die gesetzlichen Hintergründe
  • Sichere Bindung als ein Schutzfaktor zum gesunden Aufwachsen
  • Wie entwickelt sich eine sichere Bindung?
  • Wechselwirkung zwischen Bindung und Lösung
  • Welche Bindungsstile gibt es und was zeichnet sie aus?
  • Welche Zusammenhänge können zwischen Bindungssicherheit und Kindeswohl bestehen?
  • Umgang im Alltag mit bindungsauffälligen bzw. traumatisierten Kindern und Jugendlichen
  • Welche Hilfestellungen, welche Ansprache ist für bindungsauffällige Kinder hilfreich?
  • Was ist eigentlich Kindeswohl?
  • Kindeswohl und seine Folgen
  • Welche Definition/Vorstellungen von Kindeswohl habe ich entwickelt?
  • Formen von Gewalt und Vernachlässigung
  • Was sind Zeichen für und Auswirkung von Wohlstandsvernachlässigung und Überforderung?
  • Welche Dynamiken haben Vernachlässigungssysteme? Welche politischen, sozialen und persönlichen Aspekte erschweren den Umgang mit dieser Problematik?
  • Beispiele gelungener Interventionen


Inhalte - Teil 2 (Grundkurs)

  • Handlungsleitfaden und Interventionsketten in der Einrichtung,
  • Wie dokumentiere ich Beobachtungen?
  • Handlungsleitfaden oder Interventionskette außerhalb der Einrichtung,
  • Wie spreche ich mit den Eltern?
  • Wie spreche ich Beobachtungen im Team an?
  • Wie handele ich im Sinne des Kindes?
  • Welche Gefühle werden bei mir ausgelöst und wie sorge ich für meine Handlungsfähigkeit?
  • Wo ist meine Verantwortung und wo sind meine Grenzen der Verantwortung?
  • Wo bekomme ich Unterstützung und wie kann ich KollegInnen unterstützen?

In Ergänzung zu Teil 1 und 2 der Qualifikation setzen sich die Teilnehmenden in Teil 3 mit erweiterten Aspekten des Kinderschutzes und eigenen Praxisfällen auseinander und können bei entsprechenden Voraussetzungen und erfolgreicher Teilnahme als insoweit erfahrene Fachkraft eingesetzt werden. Als Grundlage zur Zertifizierung ist eine schriftliche Ausarbeitung anzufertigen. Nähere Informationen werden rechtzeitig bekannt gegeben.


Inhalte - Teil 3 (Aufbaukurs)

  • Kennenlernen diagnostischer Methoden zur Gefährdungseinschätzung
  • Familiensysteme und ihre Wirkungsweisen innerhalb und außerhalb familiärer Grenzen
  • Veränderungsmöglichkeiten von Familien
  • Wechselwirkungen zwischen Familien und unterstützenden Systemen
  • Auseinandersetzung mit Stolpersteinen - Erkennen von Grenzen in der Fallbearbeitung
  • Gesprächsführung mit belasteten und belastenden Systemen
  • Elterngespräche
  • Reflexion des Gespräches, Reflexion der eigenen Rolle und Haltung
  • Reflexion eigener Praxisfälle


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